BAROCKER ALTARAUFSATZ VON LA VERA CRUZ
30 MinutenIm Inneren fällt die intensive barocke Umgestaltung auf, die im 18. Jahrhundert von Joaquín de Churriguera vorgenommen wurde. Er stattete das Gotteshaus mit einer üppigen Dekoration aus Pflanzenmotiven, Putten sowie mariologischen und Passionssymbolen aus, die Wände und Strukturen bedecken.
Der Hauptaltar, Churriguera zugeschrieben und zwischen 1713 und 1714 ausgeführt, bildet den visuellen Mittelpunkt des Gotteshauses. Sein ornamentaler Reichtum und die perfekte Integration von Architektur und Skulptur machen ihn zu einem großartigen Beispiel des salamantinischen Barocks.
Das Ensemble entwickelt ein ikonographisches Programm, das sich auf die Passion Christi und die Verehrung der Unbefleckten Empfängnis konzentriert. Die zentrale Nische beherbergt eine herausragende Darstellung der Unbefleckten Empfängnis, ein Werk von Gregorio Fernández. Im Attika ist der Triumph des Heiligen Kreuzes dargestellt, mit Engeln, die die Symbole der Passion tragen.
Im unteren Bereich sticht die Sakrariumtür hervor, verziert mit einem hispano-philippinischen Elfenbein, das die Lanzenstich darstellt, während an den Seiten die Figuren des Heiligen Johannes des Täufers und des Erzengels Michael platziert sind.
Beim Betreten des Tempelinneren fesselt als Erstes die prächtige Ornamentik aus vergoldeten Stuckarbeiten den Blick, die einen Großteil der Wände bedeckt und den Raum in eine Atmosphäre barocken Glanzes hüllt. Besonders hervorzuheben ist der Hauptaltar, der Joaquín de Churriguera zugeschrieben wird und dessen Ausführung 1709 vereinbart und zwischen 1713 und 1714 erfolgte.
Die Struktur des Altars passt sich präzise an das Chorhaupt des Tempels an. Er ist in drei Felder unterteilt, wobei das mittlere durch seine größere Breite hervorsticht, während die seitlichen fast unter der üppigen Dekoration verborgen bleiben. Zwei salomonische Säulen flankieren das Ensemble, und sowohl sie als auch die Stipes des Mittelteils sind so reich verziert, dass sie unter dem Übermaß an Details zu verschwinden scheinen.
Auf dem Giebel ist der Triumph des Heiligen Kreuzes dargestellt, ein Werk des Bildhauers José de Larra. Das große Kreuz mit dem Leichentuch scheint in der Luft zu schweben, gehalten von zwei Engeln in weißen Gewändern, während sechs weitere die Attribute und Symbole der Passion tragen.
Im unteren Bereich befindet sich ein kunstvolles Tabernakel, das von salomonischen Säulen getragen wird und dessen Vorderseite mit dem Bild des Erlösers bemalt ist. Die Sakrariumsür birgt ein prächtiges hispanisch-philippinisches Elfenbein, das Die Lanze darstellt, den Moment, in dem Longinus mit der Lanze die Seite Christi verwundet. In den seitlichen Interkolumnien befinden sich zwei Nischen, die die wunderschönen Bilder des Heiligen Johannes des Täufers und des Erzengels Michael beherbergen. Darüber wiederholen sich die Motive der Passion, getragen von Engelspeeren, die die Andachtsbotschaft verstärken.
Im Mittelteil öffnet sich eine große Nische in Form einer Kapelle-Kammer, die das Bild der Unbefleckten Empfängnis beherbergt, ein Meisterwerk, das 1620 von Gregorio Fernández geschaffen wurde. Die lebensgroße Figur ist in betender Haltung dargestellt, mit zusammengelegten und leicht zur Seite geneigten Händen als Geste der Hingabe. Ihr jugendliches Gesicht strahlt Gelassenheit aus, der Blick ist nach oben gerichtet. Das lange, gewundene Haar fällt über den reich polychromierten Mantel. Ein ovaler Heiligenschein aus Metallstrahlen umrahmt die Figur und unterstreicht ihren himmlischen Charakter. Der Mantel öffnet sich vorne und gibt den Blick auf eine weiße und goldene, fein verzierte Tunika frei.